Arbeitsfelder

Klimaneutral werden

Unsere DienstleistungWir prüfen unabhängig ihren CO2-Fußabdruck / das Treibhausgas Ihrer Organisation und stärken damit Ihre Glaubwürdigkeit.

Wir haben unsere Expertise in einem verico-Leitfaden für ein Carbon Footprint Management System zusammengefasst, den sie gerne kostenfrei bei uns beziehen können.

  1. Ziele des nationalen Klimaschutzprogrammes, um die gesellschaftliche Zielsetzung zu erreichen.
  2. verico Kriterienkatalog für Treibhausgas Kompensationen nach erhöhten Standards – inklusive Förderung regionaler Erneuerbaren Energien-Anlagen
  3. verico Dienstleistungen rund um das Thema

1. Die Bundesregierung hat mit Wirkung zum 30.08.2021 die nationalen Ziele zur des Klimaschutzprogrammes bis 2030 nochmals angehoben – anstatt 55% sollen dann sogar bereits 65% weniger Treibhausgase ausgestoßen werden.

Dies geschieht im Rahmen der internationalen Klimaziele, die im Pariser Klimaabkommen entschieden wurden.

Bei dieser klaren gesellschaftlichen Zielsetzung ist auch klar absehbar, dass die Wirtschaft regulatorisch, also durch Gesetze, immer stärker gefordert sein wird, ihren Beitrag zum Klimaschutz auf dem Weg zur nationalen, europäischen und globalen Klimaneutralität zu leisten hat. Aus Sicht von Industrie- und Handelsunternehmen zeigt sich jedoch zusätzlich immer deutlicher, dass Kunden, Mitarbeiter und andere Stakeholder (wie etwa der Finanzmarkt) immer stärker darauf achten, ob ein Unternehmen Maßnahmen unternimmt, um seiner Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt gerecht zu werden.

Ein notwendiges Hilfsmittel für Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität ist ein Energie- bzw. Klimamanagement-System.

Inhalte und Aspekte dabei sind:

  • Das Unternehmen erstellt eine CO2-Bilanz.
  • Durch ein Carbon Footprint Management System werden die relevanten Daten und Prozesse kontinuierlich erfasst und gesteuert
  • Treibhausgasemissionen stetig reduzieren
  • Treibhausgas-Berichte (unabhängig) verifizierten lassen
  • CO2-Bilanzen zum Dialog mit allen relevanten Stakeholdern nutzen

Wir haben unsere Expertise in einem verico-Leitfaden für ein Carbon Footprint Management System zusammengefasst, den sie gerne kostenfrei bei uns beziehen können. Melden Sie sich dazu gerne unter office@verico.eu

2. verico – Kriterienkatalog für Treibhausgas Kompensationen nach erhöhten Standards – inklusive Förderung regionaler Erneuerbaren Energien-Anlagen

Die SWM bieten das Produkt „M/Kompensation Plus“ an. Dieses Produkt soll es Kunden ermöglichen, ihre eigene Treibhausgasbilanz durch den Einsatz von handelsüblichen CO2-Zertifikaten (CDM, Goldstandard, Verra) auszugleichen. Dazu wird jede Tonne CO2äq-Emission des Kunden durch ein entsprechendes Zertifikat im Wert von ebenfalls 1 t CO2äq „neutralisiert“. Außerdem beteiligt sich der Kunde gegen einen Aufpreis auf jedes Zertifikat an einer Förderung von zusätzlichen Erneuerbaren Energien-Anlagen,

  • deren Betrieb nach Ablauf der EEG-Förderung ohne weitere Förderung unwirtschaftlich wäre, was ggf. zu einer Abschaltung führen würde (sogenannte Ü20-Anlagen), bzw.
  • bei Neuanlagen, die aufgrund spezifischer Anlagencharakteristika ebenfalls ohne zusätzliche Förderung unwirtschaftlich wären, sofern diese Förderung ausschlaggebend für deren Bau und Inbetriebnahme ist.

Aus der Kombination des Einsatzes von CO2-Zertifkaten und der Förderung von Erneuerbare-Energie-Anlagen leitet sich der Produktname „M/Kompensation Plus“ ab. Außerdem soll so die CO2äq-Kompensation aus internationalen CO2-Zertifikaten mit einem zusätzlichen Beitrag zur regionalen CO2äq-Reduktion verbunden werden. Um diese zusätzliche Förderung für die Kunden transparent zu machen, hat verico SCE zusammen mit den SWM einen Kriterienkatalog entwickelt. Auf Basis dieser Kriterien, werden jeweils am Jahresende die geförderten Anlagen, die zusätzlich generierten CO2äq-Einsparungen sowie die Erzeugungsmenge von Strom aus den geförderten Anlagen, geprüft und gegenüber den Kunden, die ein „M/Kompensation Plus“-Produkt erworben haben, bescheinigt.

Diese unabhängige Überprüfung gemäß verico Kriterienkatalog SWM garantiert dem Abnehmer, dass er ein zuverlässiges, nachvollziehbares Produkt erwirbt, welches – über die marktübliche CO2äq-Kompensation hinaus – die Erzeugung regenerativer Energie aus Erneuerbare-Energie-Anlagen fördert.

Die Einführung und die Nutzung des vorliegenden Standards tragen damit zur Schaffung eines Mehrwertes bei der Neutralstellung der Treibhausgasbilanz des Kompensationskunden und der Förderung von lokalen Energieerzeugungsanlagen bei. Der Standard legt Anforderungen an die Prozesse fest, die für Kundentransparenz notwendig sind. Weiterhin werden Anforderungen an die Qualität der Daten definiert, die in die Bilanzierung und die Darstellung des Zusatznutzens eingehen. Zertifizierungen auf der Grundlage des vorliegenden Standards sind reine Systemzertifizierungen auf freiwilliger Basis. Energielieferungen oder andere als auf Basis des Standards überprüfte Energieprodukte der Stadtwerke München oder verbundener Unternehmen können aufgrund der Zertifizierung nicht als zertifiziert oder klimaneutral deklariert werden.

Der Zertifizierungsprozess umfasst nicht die Treibhausgasbilanz des Kompensationskunden und die Vollständigkeit der Neutralisierung dieser Bilanz durch den Erwerb von „M/Kompensation Plus“. „

Sie haben Interesse am beschriebenen Kriterienkatalog für die Stadtwerke München? Melden Sie sich gerne jetzt unter office@verico.eu

3. verico Dienstleistungen rund um das Thema

Wir als verico SCE, unterstützen Unternehmen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität, als Ihr unabhängiger Partner für die Verifizierung ihres CO2-Fußabdruckes.

Ergänzende Dienstleistungen, die wir als verico SCE rund um dieses Thema anbieten sind

• Verifizierung von Emissionsberichten und Zuteilungsanträgen im EU Emissionshandel (EU-ETS) und im Nationalen Emissionshandelssystem (BEHG)

• Validierung und Verifizierung von Klimaschutzprojekten

• Zertifizierung von Energiemanagementsystemen nach ISO 50001

• Validierung und Verifizierung von Upstream-Emissions-Reduktion

Als unabhängige, nach ISO 14065:2013 akkredierte Prüfstelle sind wir bei der Berichtserstellung außen vor. Im Rahmen der Verifizierung schauen wir kritisch auf Abläufe und Daten der Berichterstellung und weisen auf aktuelle Schwachstellen hin.

Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG)

Am 01. Januar 2021 ist das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) in Deutschland gestartet, an dessen Teilnahme alle Inverkehrbringer von Brennstoffen verpflichtet sind.

Betroffene müssen ihre CO2-Emissionen ermitteln, eine dazu entsprechende Menge an CO2-Zertifikaten erwerben und diese im nationalen Emissionshandelsregister der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) abgeben. Das regelt das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), das Ende 2019 mit dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung verabschiedet wurde.

Um die gesetzten Reduktionsziele des Klimaschutzpakets 2030 zu erreichen, wird mit dem BEHG eine CO2-Bepreisung von Emissionen insbesondere in den Bereichen Wärme und Verkehr eingeführt. Damit sollen wirtschaftliche Anreize geschaffen werden, um die Nutzung klimaschonender Technologien, das Sparen von Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern.

Unsere Dienstleistungen dazu: Wir verifizieren ihre Emmissionsberichte als akkreditierte Prüfstelle

Sie haben Fragen dazu? Sie erreichen uns per Email unter: office@verico.eu

Foto: Pixabay.com / Pedalkraft

Nachhaltige Biomasse

Mit der Umsetzung der Erneuerbaren- Energien- Richtlinie RED II (Richtlinie (EU) 2018/2011 vom 11. Dezember 2018 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen) brauchen z.B. Biogasanlagen ab 2 MW oder Biomassekraftwerke ab 20 MW installierter Feuerungswärmeleistung, die Strom und Wärme produzieren, für Ihre EEG-Vergütung Nachweise, dass die verwendete Biomasse den gestellten Nachhaltigkeitskriterien entspricht.

Speziell für den Nachweis der Nachhaltigkeit der Brennstoffe bei den betroffenen Biogasanlagen und Biomassekraftwerken wurde SURE (Sustainable Resources Verification Scheme) ins Leben gerufen: In einem von der EU anerkannten System wird die gesamte Kette vom Anbau bis zur Umwandlung der Biomasse in Strom und Wärme zertifiziert.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Melden Sie sich gerne jetzt unter sure@verico.eu

Kapazitätsentwicklung MRV

„Kapazitätsentwicklung“ im Bereich MRV (Monitoring, Reporting, Verification) bedeutet den Aufbau von Wissen, Fähigkeiten, Engagement, Strukturen, Systemen und Führungsqualitäten, um eine effektive Klimaschutzpolitik und deren Erfolgskontrolle zu ermöglichen.

Bei Kapazitätsentwicklung im Bereich MRV geht es im weitesten Sinne um den Aufbau institutioneller Ressourcen, rechtlicher Vorgaben und individueller Kenntnisse und Fähigkeiten, die benötigt werden, um Aufgaben zur Überwachung und Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase erfolgreich zu erfüllen, Ergebnisse zu erzielen, Probleme wahrzunehmen, Lösungen zu finden sowie fundierte Entscheidungen treffen zu können. Die Maßnahmen sollten sich grundsätzlich an der Frage „Kapazitäten wofür?“ orientieren und auf der artikulierten Nachfrage der Betroffenen und unmittelbaren Anwendbarkeit der Lehrinhalte basieren. In Projekte zum Kapazitätsaufbau, speziell für das Thema MRV von Treibhausgasemissionen, sollten daher sowohl politische Entscheidungsträger, als auch ausführende Behörden, potentielle Dienstleistungserbringer, Prüf- und Akkreditierungsorganisationen, Ausbildungsinstitute, auszubildende Experten und lokale Interessensgruppen eingebunden werden.

Energie-Management-Systeme

Mit der Energiemanagementnorm ISO 50001 können Unternehmen und andere Organisationen ihre Energieeffizienz systematisch und kontinuierlich erhöhen. Die Norm bezieht sich auf die vom Unternehmen beeinflussbaren Faktoren und kann an individuelle Anforderungen angepasst werden.

Durch die erzielbaren Kostenentlastungen stärkt es die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Systematisches Energiemanagement wird in vielen Unternehmen weltweit genutzt. Ein gutes Energiemanagement zeigt, wo sich Energieeinsparpotenziale befinden. Die konsequente Nutzung solcher Potenziale senkt die Betriebskosten und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. Ein Energiemanagementsystem nimmt Einfluss auf organisatorische und technische Abläufe sowie Verhaltensweisen. So senkt es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten den betrieblichen Gesamtenergieverbrauch (also auch die für die Produktion erforderliche Energie) und den Verbrauch von Grund- und Zusatzstoffen und verbessert kontinuierlich die Energieeffizienz im Unternehmen.

Ein Energiemanagementsystem erfasst systematisch die Energieströme. Es hilft bei der Entscheidung für Investitionen in die Energieeffizienz. Ein funktionierendes Energiemanagementsystem versetzt ein Unternehmen in die Lage, die in der Energiepolitik eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten und seine energetische Leistung durch einen systematischen Ansatz kontinuierlich zu verbessern. Es umfasst die erforderlichen Organisations-und Informationsstrukturen einschließlich der hierzu benötigten Hilfsmittel. Durch ein Energiemanagementsystem werden die Energiepolitik (einschließlich der strategischen und operativen Ziele und der Aktionspläne), die Planung, die Einführung und das Betreiben, das Überwachen und Messen, die Kontrolle und Korrektur, interne Audits sowie eine regelmäßige Überprüfung durch das Management gestaltet und ausgeführt. (Quelle: www.umweltbundesamt.de)

Klimaschutzprojekte

Für das Weltklima spielt es keine Rolle, wo Treibhausgase eingespart werden. Jede Reduktion kommt gleichermaßen dem globalen Klima zugute. Unvermeidbare Emissionen können also an anderer Stelle kompensiert werden – etwa in zertifizierten Klimaschutzprojekten. Sofern ein Käufer bereit ist, für die entstehenden Emissionsreduktionen eine Kaufpreis zu leisten, lässt sich über diesen Ansatz ein Anreiz für Investitionen z.B. in klimafreundliche Technologien oder in Aufforstungsprojekte schaffen.

Diverse Kohlenstoffmärkte und Klimaschutzprogramme nutzen diesen Aspekt, speziell auch um den Privatsektor als Investor einzubinden. Überaus erfolgreich hatte sich der Clean Development Mechanism (CDM) der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in den Jahren 2005 – 2012 erwiesen, als auch der EU Emissionshandel so erzielte Zertifikate zum Ausgleich von Emissionen der eigenen Industrieanlagen akzeptierte.

Das Klimaschutzinstrument CORSIA ist ein Kompensationsmechanismus, mit dem das Wachstum des internationalen Luftverkehrs ab 2020 kohlendioxidneutral erfolgen soll. CORSIA setzt dabei ebenfalls auf Klimaschutzprojekte.

Mit der Anerkennung von sogenannten Upstream Emissions Reduktionen zielt die europäische Kraftstoffqualität-Richtlinie speziell auf den Kraftstoffhandelssektor als Investor für Emissionsreduktionsprojekte ab. Diese müssen den Raffinierien vorgelagert sein, und betreffen meist Energieeffizienzprojekte bei der Erdölförderung oder der Vermeidung der Abfackelung von Erdgas in den Ölfeldern.

Ein weiterer Abnehmer für Emissionsreduktione findet sich im freiwilligen Markt. Dieser dient der Generierung von klimaneutralen Produkten, Dienstleistungen oder Unternehmen, also der Emissionskompensation. Unternehmen (oder Privatpersonen) berechnen die Emissionen Ihrer Aktivitäten. In der gleichen Höhe kaufen sie Emissionszertifikate und legen diese still. Diese Maßnahmen dienen Kommunikationszwecken und sollen somit z.B. den Absatz eines Produkts in bestimmten Kundengruppen oder generell das Ansehen eines Unternehmens in der Öffentlichkeit erhöhen, indem das klimapolitische Engagement herausgestellt wird. Dafür werden oftmals speziell aufgesetzte Standards verwendet.

Emissionshandel

Der Emissionshandel basierend auf einem „Cap&Trade“-System hat sich – speziell bei entsprechenden Zertifkatspreisen – als wirksames klimapolitisches Instrument erwiesen. Seit 2005 in der EU für einen Großteil der Industrie in der praktischen Anwendung, wird dieser Ansatz inwischen auch in mehr und mehr Ländern eingeführt.

Eine Obergrenze wird für die Gesamtmenge bestimmter Treibhausgase festgelegt, die von den betroffenen Industrieanlagen ausgestoßen werden können. Die Obergrenze wird mit der Zeit verringert, so dass die Gesamtemissionen sinken.

Innerhalb der Obergrenze erhalten oder kaufen Unternehmen Emissionsrechte, die sie bei Bedarf miteinander handeln können. Die Begrenzung der Gesamtzahl der verfügbaren Zertifikate stellt sicher, dass diese einen Wert haben.

Jedes Jahr muss ein Unternehmen seine Emissionen des Vorjahres berichten und verifizieren lassen, und eine entsprechende Anzahle von Zertifikaten abgeben. Andernfalls werden hohe Bußgelder verhängt. Wenn ein Unternehmen seine Emissionen reduziert, kann es die freien Zertifikate behalten, um seinen zukünftigen Bedarf zu decken, oder sie an ein anderes Unternehmen verkaufen, dem die Zertifikate fehlen.

Der Handel bringt Flexibilität, die sicherstellt, dass Emissionen dort gesenkt werden, wo es am wenigsten kostet. Ein robuster Kohlenstoffpreis fördert auch Investitionen in saubere, kohlenstoffarme Technologien. (frei nach ec.europa.eu/clima/policies/ets_en)